Dopingliste & Bestimmungen
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Nicht alle leistungsfördernde Mittel sind Gegenstand der Doping-Liste. Immer wieder müssen neue Anträge gestellt werden. Es scheint so, dass gerade diejenigen die sich professionell mit dem dopen beschäftigen, den Kontrolleuren immer einen Schritt voraus sind. Immer wenn die Wissenschaftler eine Möglichkeit gefunden haben, ein bestimmtes Doping-Mittel nachzuweisen, haben die Doping-Sünder bereits andere Substanzen in Gebrauch, die sich halt noch nicht nachweisen lassen (Hase und Igel).
Noch vor einigen Jahren schien nach den Zahlenverhältnissen das Thema Doping kein Problem des Sports schlechthin zu sein, sondern vor allem des Hochleistungssports, und auch hier nur in umschriebenen Sektoren. Denn in der Bundesrepublik gibt es zirka 5000 Hochleistungssportler, darunter über 3000 Sportler die in verschiedenen Kreisen einzustufen sind: Internationale Klasse, Nationale Klasse und Nachwuchssportler auf dem Weg zur Spitze. Die Hauptproblematik ergibt sich aus der Anwendung von Anabolika. Diese ist vor allem in den Bereichen Kraft- und Schnellkraftsport verbreitet. Den Hochleistungssportler stehen mehr als 20 Millionen Mitglieder des Deutschen Sportbundes gegenüber, vorwiegend Breitensportler, bei denen man in letzter Zeit beobachten kann, dass mehr und mehr Doping-Mittel eingesetzt werden. 1,5 Millionen Bodybuilder bilden das hauptsächliche Problem im Breitensport. Hier ist ein in seiner Größenordnung nicht abschätzbarer Anabolika-Konsum festzustellen. Der gut zugängliche „graue Markt„ macht diese Substanzen leider auch ohne Arzt und Apotheker verfügbar. Es ist wichtig die Gesundheit der Sportler zu schützen. Deshalb sind weltweit Doping-Listen erstellt worden. Auf denen sind Medikamente aufgeführt die bei Krankheit eingenommen werden dürfen und jene die verboten sind.
Die Vorbildfunktion für sportbegeisterte Kinder und Jugendliche ist stark erschüttert. Durch den Missbrauch von Doping-Mitteln hat der Spitzensport sehr gelitten. Das ist aber nicht nur allein ein Problem des Hochleistungssports. Langfristig werden die Auswirkungen auf den Sport insgesamt zu spüren sein. Doping darf daher nicht verharmlost und schon überhaupt nicht freigegeben werden. Es darf auch „keine Auflockerung„ innerhalb der Doping-Liste des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) verbotener Substanzen geschehen. Der Sport muss wieder den hauptsächlichen Hintergrund erhalten den er verdient – und zwar gesundheitserhaltend und gesundheitsfördernd zu sein.
Auch hinsichtlich der einzelnen Bestimmungen existiert leider immer noch keine gemeinsame Linie. Es gibt sogar Verbände, die die Benutzung einiger Präparate überhaupt nicht nachgehen!
Wir fordern daher im Interesse der dopingfreien Sportler weltweite Vereinheitlichungen der Bestimmungen!