Wachstumshormon
(Somatotropin oder HGH = human growth hormone) zurück zur Übersichtsseite
Von Jörg D. Börjesson
HGH ist sicherlich auch eine neue Herausforderung für die Fahnder, denn es handelt sich um Substanzen, die in geringen Konzentrationen auch im menschlichen Körper vorkommen, wo sie unter anderem Wachstumsprozesse regulieren (Hauptfunktion: Längenwachstum) und z. B. auf das Knochensystem, die Haut und inneren Organe einwirken. HGH regt die Proteinsynthese (es besteht aus 191 Aminosäuren) an, und das ist eine Voraussetzung für Wachstum. Eine Freisetzung von HGH aus der Hypophyse wird durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören unter anderem Schlaf, Training, Stress, die Temperatur und verschiedene Hormone (Östrogene, Glukagon). HGH regt den Stoffwechsel an, und dadurch entsteht ein starkes Hungergefühl. Es liegt auf der Hand, dass man dadurch natürlich immer "Fetter“ wird. Aber ob in Verbindung mit Training dadurch dann tatsächlich verstärkt Muskelmasse draufgepackt werden kann, stehe dahin. Zur klinischen Verwendung, zunächst aus den Hypophysen Verstorbener in mühsamer Arbeit gewonnen, sind seit 1985 auch synthetisch hergestellte Kopien der körpereigenen Hormone auf dem Markt. Im Rahmen der Medizin werden sie vor allem bei "kleinwüchsigen Kindern" eingesetzt, die kein oder nicht genügend HGH selbständig produzieren können.
Über den Missbrauch von Wachstumshormon im Sport wurde in den letzten drei Jahrzehnten immer wieder berichtet und spekuliert. Mit der Anwendung von Wachstumshormon erhoffen sich Sportler Leistungsgewinne, wobei auf anabole Effekte des Hormons gesetzt wird.
Wachstumshormon ist ein Peptidhormone, das aus insgesamt 191 Aminosäuren aufgebaut ist. Es wird in der Hypophyse in großen Mengen gebildet und dann ins Blut ausgeschüttet. Über die Blutbahn erreicht HGH die verschiedenen Zellen des Körpers, wo es seine Wirkungen entfalten kann. Die Tatsache, dass es in großen Mengen in der Hypophyse gebildet wird, führte dazu, dass HGH zur therapeutischen Anwendung früher aus den Hypophysen von Toten isoliert wurde. Es wurde in den letzten Jahren auch auf die Gefahr hingewiesen, dass entsprechende HGH-Produkte aus der ehemaligen Sowjetunion auf dem Schwarzmarkt kursieren. Hierbei wird auf eine mögliche Infektionsgefahr durch Verunreinigungen der Produkte hingewiesen. Die technische Produktion wird heutzutage über gentechnische Verfahren gewährleistet, wobei Bakterienzellen wie Escherichia Coli verwendet werden. Durch die gentechnische Produktion ist die gesundheitliche Sicherheit der Produkte (keine bakteriellen Verunreinigungen) aber auch die wirtschaftliche Bereitstellung des Hormons in großen Mengen gesichert.
HGH wirkt direkt, bzw. über sogenannte Somatomedine (IGF-1 und IGF-2; IGF = insulin like growth factor), die in der Leber gebildet werden. Im Fettgewebe stimuliert es den Abbau von Fetten (Lipolyse), während es im Kohlenhydratstoffwechsel zu einer erhöhten Freisetzung von Glucose aus Glycogen führt (Hyperglycämie). Die abbauende Wirkung auf das Fettgewebe macht diese Verbindung allerdings für Sportarten wie Bodybuilding besonders interessant. Dagegen werden alle anabolen Effekte wie z.B. Stimulation der Eiweißsynthese zur Verbesserung des Muskelwachstums und Stimulation des Skelettwachstums gößtenteils indirekt über IGF-1 bewirkt.
Für die therapeutische Anwendung von HGH kommen derzeit nur zwei wesentliche Krankheitsbilder in Frage: Zwergwuchs bei Kindern und HGH-Mangel beim Erwachsenen. Ein Nachweis von Doping mit HGH wird derzeit in keinem IOC-Kontrolllabor vorgenommen. Der Grund hierfür ist, das derzeit noch kein wissenschaftlich abgesicherter HGH-Nachweis möglich ist.
Die Wirksamkeit von HGH bei Sportlern muss allerdings bisher stark in Frage gestellt werden, da bisher keine wissenschaftliche Studie zeigen konnte, dass eine zusätzliche HGH-Applikation bei Personen, die eine normale HGH-Produktion aufweisen, zu Leistungssteigerungen führen kann.
Seit 1980 steht in der Hitliste der Athleten das im Sport aufgetauchte Wachstumshormon mittlerweile mit an der Spitze. Sie werden vor allem seit dem Anabolikaverbot als Ersatzpräparat für die "Muskelpillen" benutzt. Ihren mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellten künstlichen Gegenstücken sagt man wahre Wunderdinge nach: Das Wachstumshormon, kurz HGH genannt, soll beispielsweise die Muskelkraft, eine Verbesserung der Schnellkraft und eine erhöhte Regenerationsfähigkeit um ein Vielfaches steigern. Schon sind die Preise nach dem Fall der Mauer gesunken, gibt es eine "neue Variante". Das bisher nur auf dem Schwarzmarkt erhältliche Mittel IGF-1 (Insulin-like Growth Factor 1), soll auch nach Ansicht des bekannten Münchner Endokrinologen Christian Straßburger in der Wirkung noch stärker – und damit noch gefährlicher - sein als das HGH.
Rund 10 000 Mark müssen Sportler für eine einwöchige Kur mit dem Mittel bezahlen. Der Schwarzmarkt blüht trotzdem! HGH wird meist in Form eines Doping-Mix in Kombination mit EPO und/oder Testosteron gespritzt. Als Nebenwirkungen einer Doping-Kur mit Wachstumshormonen können allergische Reaktionen, Diabetes und abnormes Wachstum auftreten. Eines ist jedenfalls klar, dass HGH neben der Förderung der Wachstumstendenz u.a. den Fettstoffwechsel zerstört. Bekannt ist auch ein weiterer Knochenwachstum, z. B. Verlängerung des Kinns, aber auch das Wachstum der Wangenknochen, oder die Vergrößerung der Nase durch Wachstum des Nasenknorpels. Konsumenten müssen eine Verbreiterung von Beckenknochen, Füßen und Händen in Kauf nehmen; und das sich so etwas in keinster weise lohnt, sich so zu verunstalten, dürfte eigentlich, falls man halbwegs über einen gesunden Menschenverstand verfügt, klar sein.
Weitere gesundheitliche Nebenwirkungen durch die Einnahme speziell von Wachstumshormone
- Ödeme/Schwellungen
- Fibroma molluscum (fibröses Bindegewebe)
- verstärktes Schwitzen
- fettige Haut
- abnormes Knochenwachstum an Händen, Füßen und im Gesicht
- Arthritis (Entzündung von Gelenken)
- Menstruationsstörungen
- reduzierter Sexualtrieb
- Impotenz
- Rückgang von Nerven
- abnormes Wachstum von Drüsen
- Unterdrückung der Schilddrüsenfunktion
- Herzerkrankungen
"Auch der plötzliche Tod des Profi-Bodybuilders Andreas Münzer im Frühjahr`96 ist z. B. ohne weiteres im Zusammenhang mit HGH und mit dem konsumieren von Anabolika zu sehen!"
Die gleichzeitige Verwendung von HGH und Insulin scheint in letzter Zeit in Mode gekommen zu sein. Das Insulin soll dabei zwar in erster Linie die diabetogene Wirkung des HGH entgegensteuern, aber auch selbst dabei einen anabolen Effekt bewirken. Der Konsument muss u.a. hinsichtlich einer komprimierten Einnahme dann damit rechnen, von heute auf morgen plötzlich als Koma - Patient dahin zu vegetieren.
Im Gegensatz zu anabolen Steroiden und Testosteron gibt es keinen Nachweis für eine anabole (aufbauende) Wirkung von Wachstumshormonen bei gesunden Menschen. Trotzdem wird es von einer kleinen Minderheit von Sportlern - die auf die Argumente derjenigen hereinfallen, die es verkaufen oder verschreiben - nach wie vor genommen. Die medizinische Technologie ist inzwischen soweit, dass Wachstumshormone (die neuen synthetischen Varianten, die bei gesunden Menschen ebenfalls wirkungslos sind) nachgewiesen werden können.
Hat HGH denn wirklich alle diese positiven Wirkungen, die es angeblich haben soll?
1989 wurde in den Vereinigten Staaten zu Studienzwecken 20 erwachsenen Männern und Frauen mit normalen Wachstumshormon-Mangel vier Monate lang Wachstumshormone verabreicht. Die sportliche Fähigkeit bei 11 Testpersonen stiegen an, bei 6 blieben sie gleich und bei drei ist sie geringer geworden. Bei diesen Probanden stieg das Volumen z. B. der Oberschenkelmuskeln während das Fettgewebe an den Oberschenkeln etwas abnahm. Manche Athleten, die HGH nehmen, haben Behauptungen über enormen Zuwachs an Muskelmasse aufgestellt. Alle diese Behauptungen stammten von Personen, die abgesehen von Wachstumshormon auch Anabolika in erheblichen Mengen nahmen.
Aber auch die Verabreichung geringer Mengen Anabolika zusammen mit HGH fördert auch bei Kindern mit Wachstumsstörungen logischerweise das Wachstum!
Andere Sportler haben nach individuellen Aussagen statt Anstieg von fettfreier Körpermasse oder Körpergewicht im wesentlichen eine Herabsetzung ihres Körperfettanteils erlebt, während andere von geringfügigen Wirkungen irgendwelcher Art berichten. Ich glaube, dass die Betrachtungen und Erkenntnisse darauf hinaus laufen, dass die anabolen Wirkungen von HGH überbewertet wird.
HGH hat allerdings unveränderliche Wirkung, die wahrscheinlich zum Teil für seine Popularität bei manchen Bodybuildern und anderen Sportlern leitend ist, die in verschiedenen Gewichtsklassen antreten.
“Abgesehen von allen möglichen anabolen Wirkungen von HGH, die es unter Umständen in Kombination mit Anabolika hat, hat es unbestreitbar gesundheitsschädliche Folgen!”
Außerdem ist jede Gewichtszunahme infolge von HGH nicht ausschließlich eine Vergrößerung an Muskelmasse. Zuwachs an fettfreiem Körpergewebe bei mit HGH behandelten Kindern betrifft die Nieren genauso wie die Skelettmuskulatur, und sehr wahrscheinlich andere Organe, wie im Fall von Riesenwuchs, eine Krankheit, bei der sich die Knochen des Schädels, der Hände und der Füße infolge einer Überproduktion von Wachstums-hormone abnorm vergrößern. Es ist auch gezeigt worden, dass die Umgestaltungen des Fettgewichts von behandelten Kindern mit HGH zum Teil eher Ausdruck einer Umverteilung von der Bauchgegend in unbedeutende Bereiche als des Abbaus von Fett ist.
Bevor die Pharmaindustrie vor Jahren begann, dieses Hormon in größerem Maßstab herzustellen, um es als Medikament gegen Kleinwüchsigkeit einzusetzen, musste man es aus der Hirnanhangdrüse von "Leichen" gewinnen. Wahrscheinlich kreisen solche Proben noch immer irgendwo rum, und werden von irgendwelchen Dopern eingenommen. Bedenklich u.a. daran ist auch, dass durch diese Hormonpräparate auch Krankheiten übertragen werden!
Trotz der Probleme, die Resultate von Tierversuchen auf Menschen zu übertragen, speziell auf Sportler, sind wir auch im Hinblick auf HGH auf diese Tierversuche angewiesen, von denen es zudem nur sehr wenige gibt. Interessant ist zu wissen, dass es sich bei dem Zuwachs an fettfreier Körpermasse infolge von HGH bei Ratten nicht nur um Muskelzuwachs handelt, sondern auch um Zuwachs der Masse von Nieren, Leber, Haut und Milz.
Ältere Menschen und untrainierte Personen haben nach körperlicher Anstrengung im allgemeinen höhere Konzentrationen von HGH im Körper als trainierte Männer. Rechnen Sie aber nicht mit Muskelzuwachs infolge von Jogging oder Marathonlauf. Die Steigerung der Konzentrationen freier Fettsäuren in der Blutbahn, zu der es beim Langstreckenlauf und bei anderen Ausdauersportarten kommt, hemmt die HGH- Sekretion.
Wachstumshormon ist ein starkes anaboles Hormon, aber kein Steroid, das eine wichtige Rolle für das Wachstum von Muskeln und allen anderen Geweben spielt.
Man hört von Athleten in verschiedenen Sportarten, die dieses Zeug nehmen und angeblich 10,15, 20 kg oder noch mehr zunehmen haben.
Einige Athleten mit denen ich gesprochen, und die sich einer "Wachstumshormon-Kur" unterzogen haben, sagten mir, sie hätten für HGH nur viel Geld ausgegeben. Es hätte nicht das gebracht, im Hinblick auf Muskel- und Kraftzuwachs oder Fettabbau, was sie sich versprochen hatten. Schwerathleten, die HGH wegen seiner theoretischen Eigenschaften hinsichtlich Kraftzuwachs und der Prävention von Verletzungen genommen hatten, waren übrigens auch von den Resultaten enttäuscht.
Manche Sportler mögen argumentieren, das Risiko aktueller Schäden infolge der Anwendung von Doping-Mitteln sei mäßig genug, um die Anwendung von leistungssteigernden Präparaten aufgrund der Tatsache zu rechtfertigen, dass sie Zuwachs an Muskelmasse und Kraftzuwachs zu fördern scheinen (was habe ich von einen deformierten muskelbepackten Körper, wenn ich im Rollstuhl sitze oder ans Bett gefesselt bin?).
Zweifelsfrei hat man bei Tierversuche belegt, dass die Gewichtszunahme von Wachstumshormon (einschließlich Muskelzuwachs) nicht dieselbe Zusammensetzung hat wie "normaler" Muskelwachstum durch Krafttraining und gleichzeitiger Anwendung von Doping-Mittel. Daher gibt es auch für das Wachstumshormon jedoch keine derartige Fundierung es einzusetzen (eine logischen Grund z. B. wird es sowieso nie geben). Es gibt im übrigen auch Nachweise, dass unter dem Einfluss von Wachstumshormon gebildetes Gewebe anfällig für abartige Gewebeentwicklung und Verletzungen an Muskeln und Sehnen sind.
Aussehen wie ein Affenmensch
Abnormes Knorpelwachstum, Verlängerung und Vergrößerung von Knochen und Extremitäten und des Gesichts, Verbreiterung bzw. Vergrößerung der Nase, der Lippen und anderer Gewebe im Gesicht, mit der Möglichkeit wachsender Innerorgane, ist eine tatsächliche Gefahr für Sportler die das Wachstumshormon anwenden. Es gibt Berichte von Vergrößerungen der Hände und Füße bei Athleten, die Wachstumshormon benutzen, ganz zu schweigen von Veränderungen der Stirn, die an "Affenmenschen" erinnern.
Dokumentiert ist auch. dass Wachstumshormon die Entstehung von Diabetes fördert.
Als drei Todesfälle in den USA bekannt wurden die aufgrund einer "unheilbaren Virusinfektion, die das Nervensystem angreift", veranlassten die amerikanischen Behörden (erst) im April 1985, alle HGH-Präparate aus dem Verkehr zu ziehen. Diese Krankheit, bekannt als "Creutzfeldt-Jakob-Syndrom", ist ansonsten äußerst ungewöhnlich und selten. Als kurze Zeit später noch ein Todesfall in England bekannt wurde, setzte sich der damalige Rückruf der amerikanischen Behörde (Food and Drug Administration = FDA) die Erforschung und Verabreichung von HGH aus den Körpern Verstorbener einzusetzen auf unbestimmte Zeit weiter fort. Heute werden Kinder, die auf die Behandlung mit HGH angewiesen sind, mit synthetisches Wachstumshormon behandelt. Dieses HGH wurde Mitte der 80ziger Jahre in San Francisco fertiggestellt.
Damals sind ca. 10 000 Kinder mit HGH behandelt worden, von denen sich vier diese Virusinfektion zugezogen hatten. Die normale Einschätzung dieser Erkrankung liegt bei einem Fall unter Millionen Menschen. Bis zu 10 Jahre kann vergehen, bis die Krankheit ausbricht. Alle die mit HGH herumhantiert haben oder es noch tun, bleibt nichts anderes übrig als abzuwarten.
Diejenigen, die mit Hilfe von HGH ihr Muskelwachstum beschleunigen wollen, denen kann ich nur sagen, das es sich nicht lohnt, weil das erstens nicht besonders aussieht und zweitens sowieso doch nie jemand sehen wird.
Daten über die Produktion von HGH sind der breiten Öffentlichkeit nicht zugänglich. Nach Informationen der US-Regierung sind in den Vereinigten Staaten zwischen 1985 und 1988 1,5 Millionen Fläschchen HGH legal vertrieben worden. Der Hersteller von HGH ist eigentlich dazu verpflichtet den Vertrieb und Überprüfung von Abnehmern vor und nach dem Kauf zu überwachen. Trotzdem werden neben Anabolika immer noch Wachstumshormone auch auf dem Schwarzmarkt entdeckt!
Offiziell bekommt man HGH nur wenn ein diesbezüglicher Mangel dokumentiert ist. Das ist meistens der Fall bei Kinder und Jugendlichen. Weitere Anwendungen dieser Medikamente sieht man allerdings in der Behandlung von Trauma (Verbrennungen, Nierenversagen. schwere Operationen, etc.) und älterer Menschen.
Auch ich kann Ihnen nur raten, dass Sie die Finger auch vom Wachstumshormon lassen, für Ihr Organismus bedeutet es ein regelrechte Katastrophe. Sie müssen u.a. mit einer Schädigung der Herzklappe rechnen, was sich natürlich auf die gesamte Herzfunktion auswirkt. Es gibt auch keine gründlichen Ultraschalluntersuchungen der Herzklappen und Innenorgane vor und nach der Anwendung. Es gibt aber inzwischen mehr als genug Nachweise dafür, dass kontrollierte Aminosäurenzufuhr und ergänzende Aminosäurenpräparate den Anforderungen der Bekämpfung von Gewebeabbau genauso gut gerecht werden und das sogar noch besser, weil diese Handlungsweise auch noch gesund abläuft.
"Das Wachstumshormon dürften heutzutage die gefährlichsten Doping-Mitteln überhaupt sein!"
Vor Wachstumshormonen aus menschlichen Leichen hat das baden-württemberigsche Sozialministerium gewarnt.
Es gebe Hinweise aus den neuen Bundesländern, wonach in der Bodybuilding Szene illegal mit Ampullen gehandelt werde, die ein solches Hormon aus den Hirnhangdrüsen (Hypophysen) von Toten enthalte. Das so sogenannte Somatotropin oder STH werde unter anderem aus Bulgarien, Litauen und Russland eingeführt.
Die Anwendung der in Deutschland nicht zugelassenen Präparate zum Muskelaufbau berge hohe gesundheitliche Risiken, warnte das Ministerium. Unter anderem bestehe die Gefahr einer Infektion mit Hepatitis-Viren oder den überträgern der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, die zu einem ähnlichen Krankheitsbild führe wie BSE bei Rindern.
Auf dem deutschen Markt sind die aus Leichen gewonnenen Wachstumshormone längst durch gentechnisch hergestellte Präparate ersetzt.
Quelle: Stuttgart (dpa)